Zusammen leben leicht Fairer Handel, Wirtschaftswissenschaften

Wie weit reist deine Kleidung?

Versuch mal!

 

  1. Schau in deinen Kleidungsstücken auf die eingenähten Etiketten. (Meistens findest du diese z.B. bei T-Shirts und Pullovern innen hinten im Nacken oder seitlich.) Lies, in welchem Land die Kleidung hergestellt wurde. Es steht dann dort: „Made in … “.

 

  1. Frag deine Freund*innen, was bei ihnen auf den Etiketten steht.

 

  1. Suche 7 verschiedene Etiketten und schreibe die Länder auf.

 

  1. Schau auf der Weltkarte: Wo liegen die Länder, die du gefunden hast? Auf welchem Kontinent befinden sie sich?

Was passiert?

Du wirst feststellen, dass die meisten Kleidungsstücke nicht in Österreich hergestellt wurden. Viele haben eine sehr weite Reise hinter sich. Sie kommen häufig aus Asien (z.B. Taiwan, China …) oder Osteuropa (z.B. Rumänien, Bulgarien …).

Warum ist das so?

Es sind sehr viele Arbeitsschritte nötig, um ein Kleidungsstück herzustellen. Der Stoff muss gewebt, gefärbt und zugeschnitten werden. Die verschiedenen Teile werden dann zu einem Kleidungsstück zusammen genäht. Erst zum Schluss wird das Etikett eingenäht und das fertige Stück in das Geschäft transportiert.

Damit die Firma, die die Kleidung herstellt, möglichst wenig zahlen muss, teilt sie die Arbeitsschritte auf verschiedene Länder auf: Jeder Arbeitsschritt wird meist in dem Land gemacht, wo es am billigsten ist.

Wo brauche ich das?

Es ist wichtig zu wissen, wo die Produkte, die man bei uns kaufen kann, herkommen und wie die Menschen, die sie herstellen, leben. Denn wenn etwas sehr billig hergestellt wird, ist das nicht für alle gut: Viele Arbeiter*innen, die deine Kleidung herstellen, werden nicht fair behandelt. Manchmal müssen sogar Kinder arbeiten. Die Arbeiter*innen bekommen oft nicht genug Geld bezahlt und müssen zu viele Stunden arbeiten. Wenn wir das erfahren, können wir uns für sie einsetzen.

Übrigens:

Die so genannte „Clean Clothes“-Kampagne (auf Deutsch „Saubere Kleidung“) tritt dafür ein, dass die Arbeiter*innen gerecht behandelt werden.

Pin It on Pinterest

Share This