Sprache und Kunst leicht Bewegte Bilder, Filmwissenschaft

Wie kommt Bewegung in den Film?

Versuch mal!

Mit dem Gummiringerlkino kannst du dir selbst einen Film machen, der aus 2 Bildern besteht:

  1. Überlege dir, welche Geschichte du erzählen möchtest! Unser Beispiel: Ein großer Fisch jagt einen kleinen!
  1. Nimm ein Stück Karton. Das Stück soll halb so groß sein wie eine Sammelkarte. Knicke den Karton in der Mitte, sodass zwei gleich große Hälften entstehen.

  1. Falte den Karton auseinander und zeichne nun ein Bild auf die obere Hälfte des Kartons, eines auf die untere (so wie auf der Vorlage).

  1. Falte den Karton zusammen, sodass ein Bild vorne und eines hinten ist. Das hintere Bild steht nun auf dem Kopf.

  1. Mache mit dem Locher links und rechts am Rand des Kartons ein Loch.

  1. Nimm ein Gummiringerl und fädle es durch eines der beiden Löcher im Karton.

  1. Nun mach dasselbe beim anderen Loch.

  1. Halte die beiden Enden der Gummiringerln zwischen Zeigefinger und Daumen und dreh die Gummiringerl hin und her, so dass sich der Karton dreht …: Film ab!

Was passiert?

Du hast dir einen Film gemacht und erzählst eine Geschichte! Wenn sich das Gummiringerlkino dreht, „verschmelzen“ die beiden Bilder. Du siehst den großen und den kleinen Fisch gleichzeitig.

Warum ist das so?

Du betrachtest beim Gummiringerlkino 2 Bilder schnell hintereinander (mehr als 30 Bilder pro Sekunde). Dein Gehirn verarbeitet die Bilder nicht so schnell. Das führt dazu, dass die beiden Bilder „zu einem werden“. Man nennt dies auch die „Trägheit der Wahrnehmung“.

Deine Fantasie gibt den Bildern und der Bewegung eine Bedeutung: Der große Fisch jagt den kleinen Fisch! So können 2 Bilder zu einer ganzen Geschichte werden!

Wo brauche ich das?

Im Kino! Filmemacher machen aus Bildern eine Geschichte. Jede Filmgeschichte braucht ein Drehbuch, man sagt dazu auch Storybook (sprich: „Storibuk“; das ist englisch und heißt soviel wie „Geschichten-Buch). Ein Kinofilm besteht aus vielen einzelnen Bildern. Bei einem Zeichentrickfilm, der 1 Stunde dauert, sind das rund 100.000 Bilder! Die Bilder werden so schnell hintereinander gezeigt, dass wir keine einzelnen Bilder mehr sehen, sondern eine Bewegung.

Übrigens:

Kino kommt vom griechischen Wort „kinematos“, das bedeutet: Bewegung.

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