Materie und Kräfte leicht Oberflächenspannung, Physik

Hat Wasser eine Haut?

Versuch mal!

  1. Fülle ein Glas randvoll mit Wasser und lege einen Haufen Büroklammern daneben.

  1. Überlege, wie viele Büroklammern im Glas Platz haben, ohne dass das Wasser überläuft.

  1. Lass vorsichtig eine Büroklammer nach der anderen in das Glas fallen und zähle mit!

Was passiert?

Hast du gedacht, dass noch so viele Büroklammern in das Glas passen, bevor das Wasser überläuft? Wenn du genau hinschaust, siehst du, dass sich das Wasser über dem Glas wölbt.

Warum ist das so?

Das Wasser besteht aus ganz kleinen Teilchen, den Wassermolekülen. Die Wassermoleküle ziehen sich gegenseitig an. Die Anziehung der Wassermoleküle an der Grenze zur Luft, also an der Wasseroberfläche, ist besonders stark. Hier bilden sie eine Art unsichtbare „Wasserhaut“. Die Kraft, die die Moleküle an der Oberfläche zusammenhält, nennt man Oberflächenspannung.

Die Oberflächenspannung bewirkt, dass sich das Wasser in unserem Versuch wie eine Kuppel über dem Glas wölbt.

Wo brauche ich das?

Vielleicht hast du an einem See schon mal Insekten beobachtet, die auf dem Wasser laufen können? Dafür nutzen sie die Oberflächenspannung des Wassers!

Übrigens:

Probier mal, eine kleine Büroklammer flach auf das Wasser zu legen. Wenn du dabei ganz vorsichtig bist, wirst du feststellen, dass sie schwimmt. Der Grund dafür ist die Oberflächenspannung des Wassers!